Arbeitskreis Innenstadt

Zweiter kritischer Stadtrundgang der SPD 

Quellenring ist Postkartenmotiv – Stadtmauer, Quellentempel, Stadteingang ?

Zum zweiten kritischen Stadtrundgang trafen sich kürzlich die Mitglieder des überfraktionellen SPD Innenstadtgremiums.

„Schauen wir uns um mit den Augen eines Gastes in unserem schönen Bad Orb“ eröffnete Heinz Grüll. Wieder mit dabei auch Wolfgang Witt – ein Neubürger, der sich tatkräftig für mehr Blumenschmuck in Bad Orbs Innenstadt einsetzt. Witt führte zur ersten Station des Rundgangs: Mit Freude und Stolz zeigte er an seinem Ergebnis Quellenring, dass auch durch Initiative Einzelner viel für das Stadtbild getan werden kann. Erfreuen doch die vorher kahlen Geländer am Bachlauf jetzt das Auge der Passanten durch reichen Blumenschmuck, der Quellenring ist wieder ein Anziehungspunkt zum Flanieren – aber schon wenige Meter weiter noch zu viel „Tristesse“, wie die Rundgangteilnehmer feststellen. Die Brunnentempel Philipp und Ludwig eingerahmt mit Werbeschildern. Der Stadtmauerbogen zugestellt mit Autos, Schildern und diversen Zelten. Wo ist da das Postkartenmotiv aus früheren Zeiten? Hier wäre sicher mit etwas gutem Willen und auch wenn nötig etwas Druck Abhilfe zu schaffen – der SPD stellt sich die Frage, wann wird das Ordnungsamt tätig?

Auch am Stadteingang Untertor ist trotz mancherlei Versprechungen noch nichts geschehen. Mülltonnen am Fußgängerzoneneingang und Schilderwirrwarr vermitteln nicht gerade den Charme einer liebenswerten Stadt. „Oftmals sind es Gewohnheiten die sich einschleichen und im Laufe der Zeit als Selbstverständlichkeit akzeptiert werden. Mit der Sorgfalt jedes Einzelnen und mit kleinen, kostengünstigen Initiativen sind wir auf dem besten Weg, viel für das Stadtbild zu erreichen“, so Heinz Grüll.

In der SPD Fraktion ist man sich einig: „Wir können nicht länger warten auf die „Kurstadt der Zukunft“, ein Konzept der Schublade, oder etwa auf die Innenstadtsanierung, zu der bis dato noch keine Anliegerversammlung stattfand. Es ist höchste Zeit, tätig zu werden, erklärt Fraktionsvorsitzender Winfried Krämer und bedankte sich bei Wolfgang Witt für sein persönliches Engagement, „er ist ein guter Wegbereiter für das von der SPD ins Leben gerufene Gremium, in dieser Initiative sehen wir gute Chancen für weitere Stadtbildverschönerungen, gemeinsam mit den Bürgern und ohne lange Verwaltungswege“.

(c)2014 DSC Bad Orb

SPD auf Stadtrundgang: hier am Quellenring mit Wolfgang Witt vor seinem Blumenschmuck an den Bachgeländern – vorblidliche Initiative eines Neubürgers

 

 

Aufruf des Neubürgers Wolfgang Witt

Meine erste Aktion, mit Blumen den Bachlauf am Quellenring zu verschönern und damit ein Herzstück inmitten unserer Stadt „aufzuhübschen“, war erfolgreich!

Die freundlichen Anwohner habe ich ohne große Mühe für die Blumenpflege gewinnen können, ihnen herzlichen Dank! Schnell haben sich auch Geschäftsleute vom Blumenvirus anstecken lassen und ihre Häuser dekorativ geschmückt – zunächst sind es noch wenige, aber das kann sich ja ändern!

Das Erreichte ermutigt mich zum Weitermachen, ganz nach dem Motto: geht net, gibt’s net –  und das nächste Frühjahr kommt bestimmt! Mein Ziel ist es, die Innenstadt blumenreicher und farbenfreudiger zu machen, Einheimische wie Gäste sollen gerne hier  verweilen, einkaufen und das gastronomische Angebot genießen.

Daher der Aufruf zu meiner nächsten Aktion: wer Mohn- und Lupinensamen entbehren kann, bitte mich unter Telefon 06052 927 6311 anrufen.

Ich komme gerne und hole den Samen ab und spreche über meine Ideen. Der Blumenschmuck der Stadtverwaltung wird vielfach von Besuchern gelobt, aber vor den Häusern enden hier die Möglichkeiten. Daher mein Angebot: Schaffen wir gemeinsam ein „blühendes Bad Orb“. Blumen sind effektvolle Werbeträger und müssen nicht teuer sein. Die einladende Innenstadt ist ein wichtiger Anziehungspunkt für neue Gästegruppen, die sich Bad Orb zu den immer weniger werdenden klassischen Kurgästen dringend erschließen muss.

Auf Großprojekte zu warten, ist vertane Zeit. Helfen Sie jetzt und heute  mit, unsere Stadt zu verschönern.

Ihr Neubürger Wolfgang Witt

 

 

Gefahrenstelle am Quellenring noch immer nicht abgesichert

SPD bemängelt Missachtung von Parlamentsbeschlüssen

„Für uns ist es einfach unverständlich, wie verantwortungslos mit der Sicherheit von Menschen umgegangen wird“ so Fraktionsvorsitzender Winfried Krämer. Bereits beim kritischen Stadtrundgang der SPD vor mehreren Wochen – mit dabei auch Bürgermeisterin Helga Uhl – wurde der Treppenabgang neben der Soletrinkstation am Quellenring als absturzgefährlich für spielende Kinder eingestuft – Medien berichteten, Taten blieben entgegen aller Erwartungen aus.

Keine Reaktion von verantwortlicher Seite. Aufgrund dieser fatalen Ignoranz von Sicherheitsmängeln im innerstädtischen Bereich hatte die SPD Fraktion im Stadtparlament einen Antrag zur Oktobersitzung eingebracht – dieser fand breite Zustimmung und wurde von allen Fraktionen unterstützt. Der Magistrat ist nun beauftragt, die Überprüfung auf Gefahrenstellen im Bereich der Innenstadt einzuleiten und eine kurzfristige Beseitigung der festgestellten Mängel vorzunehmen.

Das Totschlagargument „wir sind nicht zuständig, das ist Gelände der Kur GmbH“ lässt die SPD für besagte Stelle am Quellenring nicht gelten, denn „es sind keine Grenzlinien auf dem Pflaster und die oberste Verantwortung für die Exekutive unserer Stadt trägt die Bürgermeisterin“ so Winfried Krämer.

Ein Leichtes, mit einer einfachen Ergänzung des Antrages auch den Grundstückseigentümer Kur GmbH in die Pflicht zu nehmen. „Der Magistrat soll bei der Bad Orb Kur GmH darauf hinwirken, dass geeignete Sicherungsmaßnahmen unverzüglich am Treppenabgang neben der Soletrinkstation am Quellenring vorgenommen werden, da hier durch den weitgehend ungehinderter Zugang insbesondere für spielende Kinder eine Gefährdung durch Abstürzen besteht“ so lautet der Beschluss des Stadtparlamentes. Rein formal dürfte das alles passen.

Und was ist passiert? Mit einem Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ ist die Gefahrenstelle so abgesichert, dass die Haftung von Stadt oder Kur GmbH auf die Eltern übertragen wurde. An Ort und Stelle bleibt ein offenes Loch ohne Absicherung. Wie sollen die Bürger Vertrauen in Großprojekte wie die Umgestaltung der Innenstadt gewinnen, wenn es an solch einfachen Dingen hapert?

Die SPD Abgeordneten sind es leid. Die Ansammlung der nicht erledigten Beschlüsse gibt zu denken und es stellt sich eine Grundsatzfrage für die weitere Arbeit im Stadtparlament: „Mit welcher Ignoranz werden unsere beschlossenen Anträge behandelt und was müssen wir noch tun, damit endlich Taten folgen?“ Diese Frage stellt sich die SPD zu vielen Themen, bei denen ehrenamtliche Politiker und kritische Bürger unserer Stadt nachweislich ignoriert oder mit leeren Versprechungen abgespeist werden.

Treppenabgang Quellenring

Nur eines von zahlreichen Beispielen – die Initiative der Stadt lässt auf sich warten

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